Eine Übung in
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Übungsbericht
Tag 1 im Institut Argus, Konstanz. Sierra betritt den Trainingsraum und die Luft ist dicht von Anspannung. Professor Kray steht am Fenster, beobachtend. Das erste Szenario. Das erste Rätsel. Mable springt nervös herum. »Das fühlt sich echt an.« Sierra notiert bereits. »Es soll sich echt anfühlen. Das ist der Punkt.« Sie weiß, was kommt — eine Schaufensterpuppe, Verdächtige in Rollen, ein Konstrukt-Mord. Aber die Logik wird echt sein. Die Prüfung wird echt sein. Und da liegt sie auf dem Tisch: Das Konstrukt Marcus Finsterwald, perfekt arrangiert wie ein gestorbenes Versprechen. Ein Heiliger Kelch neben ihm, dunkelrot schimmernd. Eine Flackernde Laterne. Eine Schwarze Fackel mit violetten Flammen. Die Verdächtigen sind bereits positioniert: Ritter Volkert mit seinen Narben und stahlblauen Augen. Alchemist Heinrich mit verbrannten Fingerspitzen. Graf Edmund mit kaltem Lächeln. Sierra atmet ein und beginnt zu schreiben — Skizzen, Muster, erste Vermutungen. Sie kniet sich neben das Konstrukt und spürt die subtile Magie, die es animiert. Das ist nicht nur Trainning. Das ist ein Test. Ein Statement. Eine Vorbereitung auf das, was kommen wird. Und während sie die erste Spur untersucht, weiß sie: Dies ist der Anfang von etwas, das sie nicht vollständig versteht. Die Schaufensterpuppe Marcus Finsterwald liegt reglos auf dem Tisch im Institut Argus, Konstanz, und der erste Fall hat bereits begonnen.
Verdächtige
Ritter Volkert
1,86 m · Rechtshänder · Dunkelbraunes Haar · Stahlblaue Augen
Ein großer, muskulöser Mann um die 50 mit Narben an den Händen von Jahren im Dienst. Er trägt die Autorität eines erfahrenen Kriegers wie eine zweite Rüstung. Seine Augen sind scharf und misstrauisch.
Alchemist Heinrich
1,72 m · Rechtshänder · Verbranntes Haar · Funkelnde Augen
Ein hagerer Mann um die 55 mit verbrannten Fingerspitzen und funkelndem Blick voller Wissen. Er riecht nach Schwefeldämpfen und ambitioniert. Seine Bewegungen sind präzise und kalkuliert.
Graf Edmund
1,80 m · Rechtshänder · Silbernes Haar · Eiskalte Augen
Ein hochgewachsener Mann um die 60 mit silbernem Haar und kaltem Lächeln. Er trägt Macht wie Eleganz. Sein Blick ist durchdringend und berechnet jeden Schritt.
Tatwaffen
Heiliger Kelch
Schwer
Ein silberner Kelch mit antiken Symbolen geprägt, dessen Inhalt dunkelrot schimmert wie alte Geheimnisse.
Flackernde Laterne
Mittel
Eine alte Eisenlaterne mit grünlichem Licht, das die Finsternis zu durchdringen scheint wie ein verwundeter Engel.
Schwarze Fackel
Schwer
Eine Fackel aus unbekanntem Material, deren Flammen in tiefem Violett brennen — ein Licht, das nicht wärmt sondern auslöscht.
Tatorte
Finsteres Schloss
drinnen
Ein imposantes, gotisches Schloss auf einem Hügel, dessen Mauern Jahrtausende von Geheimnissen tragen.
Neblige Hafenstadt
draußen
Ein Hafenort am See, durchdrungen von Morgennebel und dem Geruch von Salz und alten Geheimnissen.
Verwilderter Garten
draußen
Ein überwucherter Garten hinter hohen Mauern, wo Blüten in der Dunkelheit leuchten wie Warnsignale.
Indizien & Deduktion
Indizien & Hinweise
- 1 Alchemist Heinrich mit seinen verbrannten Fingerspitzen schien mit der Schwarzen Fackel sehr vertraut zu sein — man sah ihn mehrfach damit experimentieren.
- 2 Ritter Volkert mit seinen stahlblauen Augen wurde im imposanten Finsteren Schloss beobachtet — eine natürliche Wahl für einen Mann der Autorität.
- 3 Der erfahrene Ritter Volkert wurde mehrfach mit der Flackernden Laterne in Verbindung gebracht — er hielt sie wie ein Mann, der die Dunkelheit kennt.
- 4 Die Schwarze Fackel wurde eindeutig im verwilderten Garten gefunden, noch immer glühend zwischen den leuchtenden Blüten.
- 5 Das Blut rann wie schwarzes Öl — als hätte die Dunkelheit selbst das Opfer berührt.
Deduktionsgitter
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